2007 Clubmeisterschaft
Bericht Clubmeisterschaft vom Samstag 19. Mai 2007
Für einmal hatten die „Wetter-Prognostiker“ der SMA ins Schwarze getroffen und für den Auffahrtstag unfliegbares, kaltes (10°) und nasses Wetter vorausgesagt. Für das Verschiebedatum von Samstag und Sonntag konnten sie jedoch zu unserer Freude ein Hochdruckgebiet in Aussicht stellen. So wurde es für die Entscheidung nicht schwierig und unser Präsident konnte per Rundmail die Fliegerschaft rechtzeitig für die Verschiebung auf Samstag orientieren.
Und tatsächlich präsentierte sich dieser Samstag von der besten Seite! Gegen 9.00 Uhr trudelten nach und nach ClubmitgliederInnen zum Morgenkaffee bei der Festwirtschaft an der Stanserstrasse ein. Nachdem uns unser Präsident Heini Britschgi begrüsste und das Briefing vollzog, liessen sich 5 Pilotinnen und 27 Piloten mittels Startgeld zum alljährlichen Club-Wettkampf einschreiben.
Unsere Flugleiterin Denise Strebel orientierte uns über die 1. Flugaufgabe und die hiess: Start Ruedlen mit Touch and go bei der Alphütte Chlingen und Ziellandung im Ried/Sand.
Pünktlich um 10.00 Uhr wurden wir von unseren Fahrern Bärti Küchler, Hans Halter, und Guido Sager sicher an den Startplatz pilotiert. Am Startplatz angekommen, suchte sich jede Pilotin und Pilot sein Startplätzchen aus und konzentrierte sich auf die bevorstehende Aufgabe. Wenig später meldete sich unsere Flugleiterin und teilte uns mit, dass infolge der besetzten Alpweide durch die Kühe, ein Touch and go bei der Alphütte nicht möglich sei. Eine Alternative ergab sich jedoch unterhalb des Chlingenzopf. Zusätzlich wurde die Flugaufgabe noch mit einer Zeitschätzung erweitert. So musste jede/jeder möglichst genau seine Flugzeit bekannt geben. Insgesamt konnten somit für die 1. Flugaufgabe max. 400 Punkte erkämpft werden.
Nach und nach machten sich die Wettkämpfer startbereit. Einige wählten den Direktflug ins Ried, andere wiederum demonstrierten ein perfektes Touch and go beim Chlingenzopf, und einige produzierten nur ein „Touch - mit späterem go“! Alles unter „Sperber-Augen“ von René Fuchs und Guido Sager, die sich freundlicherweise für diesen verantwortungsvollen Job zur Verfügung stellten! (Beide waren leider wegen ihrer Genesungszeit nicht wettkampffähig)
Der Landeplatz im Ried musste wegen zu hohem Gras etwas nach unten verschoben werden. Doch dieser bot trotz nahe gelegener Stromleitung ideale Landebedingungen. Der Talwind setzte wie erwartet zügig ein und einige Pilotinnen und Piloten setzten zu kurz auf, was ihnen statt Punkte, ein Griff in den Geldbeutel bereitete!
Über die Mittagszeit hatten wir Gelegenheit, uns bei der Festwirtschaft mit feinen Käseschnitten oder Grillwürsten zu stärken, die von Hans Obertüfer und Hans Michel lecker zubereitet worden waren.
Anschliessend für die 2. Flugaufgabe fuhren uns wiederum unsere bewährten Chauffeure, diesmal zum Startplatz Lindern. Denise orientierte uns vor Ort über den nächsten Flug. Sie entschied sich für die Bojenflüge. 1. Boje: Gräfimatt-Kreuz, 2. Boje: Schwendiflue-Hütte, 3. Boje: Stanserhorn. (Alles Überflüge versteht sich). Aufgrund der Wetter- und Thermikentwicklung waren dies sicher machbare Aufgaben. Am Landeplatz waren wie beim 1. Flug mit Ziellandung und Schirmhandling Punkte zu holen. Das Zeitfenster für die Landung war auf 17.30 Uhr angesetzt und so machten sich der Reihe nach die TeilnehmerInnen startklar. Für diese Flugaufgabe konnten wiederum max. 400 Punkte erflogen werden.
Natürlich durften unsere Plausch-Spiele nicht fehlen, in denen zusätzlich Punkte gesammelt werden konnte. Gleich beim Landeplatz präsentierte uns Pia von Moos drei knifflige Aufgaben für das erste Spiel. Es galt, den „Greif – und Geschmacksinn“ unter Beweis zu stellen. Eine nicht einfache Aufgabe, die den Meisten so ihre Fantasien anregte. Beim zweiten Spiel, welches André Calligaris vorbereitete, war gute Spuke gefragt! Die Chriesi-Steine konnte jeder selbst in seinem Munde präparieren, um sie anschliessend in den Punktekreis zu katapultieren. Das dritte Spiel erforderte Zielsicherheit. Denise Strebel hatte ein Tischkegelspiel organisiert. Bei den drei Spielen konnten insgesamt 150 Punkte ergattert werden.
Unser Festwirt Hans hat sich für diese Clubmeisterschaft etwas Besonderes einfallen lassen! Was sich da schon am frühen Morgen auf dem Spiess drehte, erstaunte doch die Meisten. Ja, dieses „Ferkel“ brauchte den ganzen Tag sehr viel Aufmerksamkeit, bis dieses zum Verspeisen bereit war. Gegen 18.30 Uhr präsentierte uns Rita Obertüfer ein vorzügliches Salatbuffet. Anschliessend zerlegte unsere Fachfrau Pia von Moos (gelernte Koch) fachgerecht das Spanferkel und so konnten alle von diesem prächtigen Stück genug geniessen!
Mittlerweile hatte André Calligaris die Daten vom Wettbewerb EDV-mässig aufgearbeitet, und die Rangliste war für die Rangverkündigung bereit. Vorher richtete unser Präsident Heini noch ein paar Dankesworte an die Anwesenden. Einen besonderen Dank galt Hans und Rita Obertüfer für ihre immense Arbeit, die sie wiederum rund um die Festwirtschaft geleistet hatten. Herzlichen Dank! Ebenfalls bedankte er sich bei den Chauffeuren, bei den Helferinnen und Helfer am Landeplatz und bei den Spielen, sowie natürlich bei Hampi Durrer und Wendel Kathriner für das Gastrecht! Für ihren Einsatz überreichte er allen Hilfskräften das Erinnerungsgeschenk in Form eines Badetuchs mit dem GCM-Logo.
Jetzt war es soweit und unsere Flugleiterin Denise konnte die Rangverkündigung vornehmen. Da die Thermik im Verlauf des Tages immer besser wurde, konnten doch die Meisten eine – oder mehrere Bojen überfliegen. Clubmeister 2007 wurde mit 797 Punkte (max. 950) Patrick Saluz, der vor allem die Flugaufgaben souverän bewältigt hatte. Herzliche Gratulation! Nebst Einkaufsgutscheinen von Huwyler-Sport Sarnen, durften die drei Podestplätze auch das Erinnerungsgeschenk in Empfang nehmen. Da wir GleitschirmfliegerInnen auch ab und zu ins Wasser gehen, hat sich der Vorstand als Erinnerungsgeschenk für ein Badetuch mit dem GCM-Logo entschieden.
Eine weitere spannende und vor allem (mehr oder weniger) unfallfreie Clubmeisterschaft ging dem Ende entgegen. Bei angenehmen Abendtemperaturen wurde noch bis tief in die Nacht bei „Hopfen und Malz“ das Fliegerlatein gepflegt und sogar ein paar Maikäfer zeigten zwischendurch ihre Flugkünste!
Wir freuen uns jetzt schon auf die nächste Ausgabe (20-Jahr Jubiläum) die sicher in einem speziellen Rahmen stattfinden wird!
